Willkommen im Schmerzinstitut Düsseldorf



Von allen Empfindungen stört der Schmerz uns am meisten. Der Alltag vieler Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, dreht sich allein um deren Beherrschung. Diese Seite soll Ihnen als Schmerzpatient einen kurzen Überblick über das Wesen des Schmerzes und über Behandlungsmöglichkeiten geben.

Schmerzen sind eine normale Funktion unseres Nervensystems

Normalerweise entstehen Schmerzen durch Reizung von Schmerzrezeptoren in der Haut, im Bewegungsapparat und in den inneren Organen. Über Nervenfasern werden die Signale der Schmerzrezeptoren zum Rückenmark und bis hin zum Gehirn weitergeleitet. Dort werden diese Informationen in Schmerzzentren wie dem Thalamus gebündelt, und auf noch nicht genau bekannte Weise als Schmerzempfindung bewusst gemacht.
Wenn wir Schmerzen haben, wird unserer Verhalten darauf gerichtet, die Ursache der Schmerzen zu vermeiden oder abzuwehren: Wir schonen den betroffenen Körperteil, oder wir bewegen ihn aus der Gefahrenzone heraus. Letzteres geschieht oft so schnell, dass wir uns der Schmerzen erst nachher richtig bewusst werden: Sofort zieht man die Hand von den Herdplatte zurück und erst danach fühlt man das intensive Brennen des Hitzeschmerzes. Dieser “Schutzreflex“ ist deshalb so schnell, weil er vom Rückenmark ausgelöst wird, noch bevor die Signale der Schmerzrezeptoren das Gehirn erreichen.

Schmerzen entstehen nicht nur bei äußeren Verletzungen


Einerseits können Schmerzen ohne erkennbare Gewebsverletzung entstehen, wenn Nervenfasern chronisch gereizt werden. Man bezeichnet diese Schmerzform als “neuropathischen Schmerz“.
Andererseits können auch innere Erkrankungen Schmerzen auslösen. Beispiele sind Gallenkoliken, Nierensteine und der Herzinfarkt. Ein Teil der von einer inneren Erkrankung Betroffenen empfindet die Schmerzen so, als kämen sie von der Körperoberfläche. Diese “Übertragung“ des Schmerzes geschieht in eine Hautregion, die für das erkrankte Organ charakteristisch ist. Schmerzen, die auf einen Herzinfarkt zurückzuführen sind, werden oft im Kinn oder im linken Arm empfunden. An diesem Beispiel wird die Warnfunktion des Schmerzes besonders deutlich: Wir sollen zum Arzt gehen um die Ursache abklären zu lassen. Die Kenntnis der Ursache ist die wichtigste Voraussetzung für die richtige Therapie.

Was ist von Selbstmedikation zu halten?

Jeder nimmt hin und wieder ein frei verkäufliches Schmerzmittel. Die Betonung liegt auf “hin und wieder“. Dauerhafte Selbstmedikation mit Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac ist nicht unbedenklich: Es kann zu Magenschleimhautentzündungen, Blutungsneigung und Nierenschäden kommen. Die unkritische Anwendung von Schmerzmitteln kann auch Störungen der zentralnervösen Signalverarbeitung hinterlassen und zum “medikamenteninduzierten Kopfschmerz“ führen. Zudem helfen viele Medikamente nicht oder nicht ausreichend, wenn ein neuropathischer Schmerz vorliegt.

Wenn Schmerzen längere Zeit weiterbestehen

Wenn Schmerzen über Wochen und Monate anhalten, besteht immer die Gefahr, dass der Schmerz sich verselbständigt: So kann der entzündete Zahn bereits wurzelgefüllt oder gezogen sein, der Gesichtsschmerz aber trotzdem weiterbestehen. Eine “Schmerzkrankheit“ ist entstanden. Sie beruht auf einer dauerhaften Veränderung der Aktivität von Nervenzellen des Rückenmarks oder des Gehirns.

Was können wir tun, wenn Schmerzen unser Leben bestimmen?

Schmerzen, die über längere Zeit anhalten, bestimmen unsere Gedanken und beeinträchtigen die Lebensqualität. Solche Schmerzen schränken die Mobilität ein, verursachen dauerhaft depressive Verstimmungen, und beherrschen schließlich das gesamte Leben. Oft treten stress-bedingte Blutdruckerhöhungen hinzu, der Appetit lässt nach, und die Leistungsfähigkeit nimmt ab.

Das Facharzt-Zentrum Düsseldorf verfügt über Spezialisten, die auf dem Gebiet der chronischen Schmerzen große Erfahrung besitzen. Voraussetzung für ein individuelles Therapie-Konzept nach den neusten Richtlinien ist immer eine sorgfältige Klärung der Krankheits-Vorgeschichte (Anamnese). Bestandteil der Anamnese ist ein ausführlicher Schmerzfragebogen. Er hilft, die Schwere und die Ursache der Schmerzen festzustellen und die individuellen Belastungsfaktoren genau zu hinterfragen.

Schmerztherapie im Facharzt-Zentrum Düsseldorf:

Pharmakologische Schmerztherapie: Ein individueller Therapieplan wird aus Schmerzmitteln (Analgetika) und anderen Medikamentengruppen, die sich in der Schmerztherapie bewährt haben, zusammengestellt.

Röntgen- und computertomografisch gestützte Injektionen werden in der Behandlung von rückenmarksnahen und neuropathischen Schmerzen eingesetzt.

Individuell angepasste Therapie mit der transkutanen Elektroneurostimulation (TENS).

Eine weitere Säule der schmerztherapeutischen Möglichkeiten stellen die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und die Naturheilverfahren dar: Meridiantherapie, chinesische Heilmassage, Schröpfen, Tiefenwärmebehandlung, Moxibustion sowie Ohr- und Körperakupunktur stehen zur Verfügung. Ärzte mit langjähriger Erfahrung behandeln hier in ruhiger Atmosphäre.

Im Rahmen einer syndrom-orientierten psychotherapeutischen Begleitung werden individuelle Stressbewältigungs- und Schmerzverarbeitungsstrategien vermittelt.

Ergänzend erfolgt die Abstimmung und Verordnung von Physiotherapie, Muskelaufbautraining, Osteopathie und Massagen.

 

Dr. med. Artur Schikowski
Facharzt Zentrum Düsseldorf: www.fa-zd.de